Über den gleichnamigen Artikel Rechtschreibung und Grammatik im Blog von mmyNews bin ich wieder einmal auf etwas aufmerksam geworden, dass mich schon seit längerem beschäftigt:
Die (mangelnde) Beherrschung der deutschen Sprache im Internet!
Mir geht es jetzt nicht so sehr darum Anglizismen zu vermeiden – das geht im EDV-Bereich ja auch gar nicht – sondern eher darum das sich mir bei locker der Hälfte aller von mir besuchten Blogs die Fussnägel ob der “Vergewohltätigung” der deutschen Sprache hochrollen!
Klar, jeder kann mal Tippfehler machen (Bei mir sind es meistens 2 Grossbuchstaben am WOrtanfang, da meine rechte Hand schneller tippt als meine linke Hand (Shift-Links-Nutzer) losslassen kann *g*), aber eine konsequente Missachtung aller Rechtschreib- (seien es jetzt die Neuen oder die Alten) und Grammatikregeln, sowie die Benutzung non-existenter Wörter ausserhalb von “Juxklammern” sorgt bei mir echt für ein “Bestimmt toller Inhalt – aber wer soll den Verfasser schon ernst nehmen wenn der noch nicht mal richtig schreiben kann“-Gefühl.
Was ich nun mit den non-existenten Wörtern meine?
Nun, so tolle Schöpfungen wie “machen tun (tuen tun)” oder “der/die/das einzigste” – Vergewaltigungen der deutschen Sprache, welche wir zum Grossteil (zumindest beim “einzigsten”) erst seit 1989 erdulden müssen.
Es sei jedoch angemerkt, dass ich hiervon ausdrücklich mundartliche Beiträge und/oder Beiträge in ausdrücklich als mundartlich gekennzeichneten Blogs/Foren/etc. ausnehme – diese erheben nicht den Anspruch hochdeutsch geschrieben zu sein und können meinetwegen reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist *g*.
Für jedoch Beiträge ohne besondere Kennzeichnung (oder bei denen die Mundartnutzung nicht aus dem Kontext hervorgeht) gilt für mich: Die sind Hochdeutsch – Ende, Aus, Micky Maus…
Durchweg klein geschriebenes ist zwar auch schwer leserlich, jedoch tolerabel wenn es als Stilmittel und nicht aus blossen Faulheitsgründen eingesetzt wird. Jedoch sollte auch hierbei die “Form” gewahrt bleiben, sprich: Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion müssen stimmen.
Wo wir gerade bei der Interpunktion sind: Artikel ohne Punkt und Komma werden von mir direkt mit der Tastenkombination Strg+W belohnt
Auch Stilmittel sollten eingesetzt werden: Absätze, Absätze, Absätze!
Und damit meine ich jetzt nicht die Absätze die diejenigen von Eeuch, die weiblichen Geschlechts (oder Kölner Modeverkäufer*g*) sind an den Schuhen haben.
Wer jemals einen “längeren” (also mehr als 3 aufeinanderfolgende Sätze langen) Beitrag ohne die optische Auflockerung eines Absatzes gelesen hat weiss was ich meine.
Es tut einfach in den Augen weh – und was mir optisch nicht gefällt wird wieder mit Strg+W belohnt.
Am Schluß noch ein paar weiterführende Links zum Thema:
Mein abschließender Tip:
Nehmt Euch nach der Erstellung und vor der Veröffentlichung eines Beitrages ein paar Momente Zeit und lest den Beitrag noch einmal von Anfang bis Ende durch, so umgeht Ihr zumindest das vermehrte Auftauchen von Flüchtigkeits- und Tippfehlern.